Buchpräsentation von Ksenia Fuchs. Verein Ukrainer in Karlsruhe unterstützt.

Buchpräsentation

Debütroman „Jenseits der Sonne“, der es auf die Longlist der BBC Ukraine geschafft hat.

Liebe Freunde,

wir laden Sie herzlich zu unserem nächsten literarischen Abend ein. Bei uns zu Gast Kseniya Fuchs – junge ukrainische Autorin, talentierte Malerin, Herausgeberin der Zeitschrift „Gelblau“, Preisträgerin des ukrainischen Literaturwettbewerbs „Smoloskyp“ 2018.

Wann: 15. Dezember 2019, von 16:00 bis 19:00 Uhr
WO: Glogauer Str. 10, Karlsruhe (S-Bahn-Station „Waldstadt Zentrum“)

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für unsere weiteren Kulturprojekte wird gebeten.

Ihr seid alle herzlich eingeladen!
Herzlichst Ihre „Ukrainer in Karlsruhe“

Über die Autorin:

Kseniya Fuchs, Autorin. Buchpräsentation.Kseniya Fuchs wurde in Donezk (Ostukraine) geboren. An der Nationalen Universität Donezk studierte sie Anglistik und leitete die Fakultätszeitung. 2012 schloss sie ein weiteres Studium zum Fach Werbung und Marketingkommunikation an der Hochschule der Medien in Stuttgart ab. Seitdem wohnt sie und arbeitet in der Schwabenmetropole als freie Grafik-Designerin. Im Jahr 2016 gründete sie mit den Gleichgesinnten den Verein „Ukrainisches Atelier für Kultur und Sport e.V.“ mit dem Zweck, ukrainische Kunst und Kultur zu fördern.
Als Autorin schreibt Kseniya sowohl Poesie als auch Prosa. Ihr Debütroman „Jenseits der Sonne“ erhielt den literarischen Preis „Smoloskyp“ 2018.
Kseniya ist zudem die Mitbegründerin und die Chefredakteurin des deutsch-ukrainischen Magazins „Gelblau“.

Über den Roman:

Buchpräsentation von Ksenia Fuchs. Verein Ukrainer in Karlsruhe unterstützt.Der Debutroman „Jenseits der Sonne“ von Kseniya Fuchs: eine Botschaft, das Thema der psychischen Krankheiten nicht mehr zu stigmatisieren.
Die Buchvorstellung vom Debutroman „Jenseits der Sonne“ von Kseniya Fuchs ist am 25. Mai 2019 auf der Buchmesse in Kyjiw stattgefunden. Die wichtigste Botschaft, das Kseniya während der Diskussion vermittelt hat, war, dass man den Bann des Schweigens um psychische Krankheiten brechen sollte. Die Stigmatisierung von solchen Themen wie Depression, Psychotherapie, Selbstmordversuche, Selbstverletzungen ist sehr stark in der Ukraine. Diese Themen sind auch für die deutsche Gesellschaft aktuell. Dank solchen Büchern, wie Kseniyas, werden öffentliche Diskussionen initiiert und all diejenigen, die mit diesen Problemen konfrontiert werden, können eigene Erfahrungen und Gedanken austauschen.
Der rote Faden von Kseniyas Roman ist das Thema der sowohl gesellschaftlichen als auch der Selbstwahrnehmung der Menschen mit psychischen Störungen. Die Ich-Erzählerin des Buches „Jenseits der Sonne“ kämpft gegen Depression, die ihre Freude am Leben raubt. Letzte Hoffnung auf Hilfe und darauf, wieder Spaß am Leben spüren zu können, wird ihr Aufenthalt zuerst in der geschlossenen, und später in der offenen Psychiatrie in der Klinik in Stuttgart. Ab dem Moment, als die Ich-Erzählerin in der Aufnahmestation alle scharfen Gegenstände abgibt, damit sie sich nicht verletzten kann, geht die Protagonistin der seelischen Genesung entgegen. In der Klinik lernt sie andere Patienten lernen, raucht und spricht mit ihnen auf dem Balkon und manche dieser Gespräche ändern ihre Weltwahrnehmung.
Sehr präzise, furchtlos und tabufrei beschreibt die Autorin die Besonderheiten der Psyche der Patienten, viele von denen die Klinik als eine Transitzone zwischen Lebensunlust und dem Neubeginn, das Leben wieder zu genießen, betrachten.
In Kooperation mit Wolodymyr Korostiy aus der Kharkiv Nationale Medizinische Universität hat Kseniya eine soziale Kampagne „Help your Brain“ in der Ukraine gestartet. Im Rahmen dieser Kampagne kann jeder, der Hilfe braucht, über Facebook eine Frage dem Psychotherapeuten stellen. Die Ärzte und Psychologen beraten jeden, der glaubt ein psychisches Problem zu haben oder mit einem Menschen mit einer möglichen psychischen Störung zu tun zu haben. Die Ärzte erklären, an wen sich die Patienten melden sollten, welche Ansprechpartner und welche Einrichtungen für sie richtig sind, was sind die Symptome, auf die man aufmerksam werden sollte usw. Wolodymyr und Kseniya haben betont, dass Depression nicht gleich schlechte Laune ist, diese ist eine Krankheit, die Gesellschaft sollte keine Angst haben darüber zu sprechen und sowie bei jeder Krankheit sollte man in diesem Fall auch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.