Am 22. November fand in unserem Ukrainischen Kulturzentrum ein Gedenkabend für die Opfer der Holodomor-Verbrechen statt – für die Millionen Ukrainer, deren Leben im 20. Jahrhundert durch künstlich herbeigeführte Hungersnöte gebrochen oder ausgelöscht wurden.
Gemeinsam zündeten wir Kerzen an, verharrten in stillem Gedenken und ehrten diejenigen, die nie aus dieser Dunkelheit zurückkehrten.
Ein berührendes Gedicht und Zeugnisse von Zeitzeugen erinnerten an das unfassbare Leid. Die historische Einordnung des Holodomors als gezielten Völkermord an den Ukrainern klang besonders eindringlich – auch, weil wir sehen, wie ähnliches Unrecht sich heute wiederholt.
Obwohl nicht viele Menschen anwesend waren, war die Atmosphäre tief, bewegend und warm. Im Halbdunkel des Kerzenlichts erlebte jeder das Thema sehr persönlich; Erinnerungen und familiäre Geschichten wurden geteilt, viele hatten Tränen in den Augen.
Der Abend endete mit einem gemeinsamen Gebet, einem Lied und dem Film „Der Preis der Wahrheit“, der erneut vor Augen führte, wie teuer die Ukrainer ihr Recht auf Leben erkämpfen mussten.
Dieser Abend berührte alle. Der Holodomor ist nicht nur Geschichte – er fordert uns auf, zu erinnern, Verantwortung zu übernehmen und bewusst zu sein, wer wir sind.
Erinnerung ist unsere Stärke und hilft, eine Zukunft zu gestalten, in der sich solches Unrecht nie wiederholt.



